Ein letztes Mal

Ein letztes Mal geht es am kommenden Freitag und Samstag in das Kostüm der Gretl, während unsere Musicalgruppe, der Verein Cadolzburger Burgfestspiele e.V. , das Musical „Mademoiselle Marie“ in Oradour-sur-Glane aufführt. Ja, genau dieses Oradour.

Mir ist seltsam und wehmütig und glücklich zumute.
Seltsam, weil an diesem Auftritt viel hängt, wie man an der ganzen Presseberichterstattung sieht. Viel Geschichte, viel Völkerverständigung, viel VIEL. Und ich irgendwie denke, dass ich trotz lauter „huch, es ist alles so groß“-Gefühl dennoch eine saubere Vorstellung abliefern möchte. Und mich nicht von der Panik oder den Emotionen oder was auch immer man dazu sagen möchte, anstecken lassen will.
Wehmütig, weil es der Abschluß einer sehr erfolgreichen Ära ist. Ich wollte schreiben, „ähnlich wie die letzten Male“, aber nein, an der Rolle der loriotschen Mutter, oder auch an Mrs. Higgins hing ich doch noch etwas mehr. Wie auch immer, man steckt eine ganze Menge Zeit in eine Rolle und der Gedanke, dass man sie nie wieder spielen wird, was ja gerade bei „Nicht-Standard“-Musicals der Fall ist, schmerzt irgendwie schon.
Glücklich, weil ich tatsächlich jetzt auch froh bin, nicht mehr die fränkische Oma-Bäuerin zu spielen. Ich habe mich schwer getan mit Gretl, ich habe viel gelernt, auch über mich, ich habe einige Tränen vergossen und nun ist es an der Zeit, etwas Neues zu beginnen. Ich freu mich drauf.

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